DEUTSCHES FASTNACHTMUSEUM

Offizielles Museum des Bundes Deutscher Karneval e.V.

Sonderausstellungen Vorschau

5. März bis 29. Mai 2022
Von Narren, wie sie im Buche stehen. Schelmereien aus fünf Jahrhunderten

Die Ausstellung in Kooperation mit dem Museum Otto Schäfer Schweinfurt beschäftigt sich mit der Narrenfigur in der Literatur – angefangen mit der Bibel, wo sich der Narr im 53. Psalm als Gottesleugner outet, über das Narrenschiff von Sebastian Brant und den Simplicissimus von Grimmelshausen bis hin zur zeitgenössischen Literatur.
Immer wieder ist der Narr in der literarischen Überlieferung und ihren Illustrationen präsent – als abschreckendes Beispiel ebenso wie als Rebell, der das Leben und die Mächtigen herausfordert. Er verkörpert die Todsünden, manchmal auch den Tod selbst – eine facettenreiche, irritierende Figur, ein Wanderer zwischen den Welten, so wie auch die Fastnacht ein Grenzfest ist zwischen Gesellschaftsboykott und frommer Fastenzeit.

Download des Ausstellungsflyers

17. September 2022 bis 29. Januar 2023
Das verborgene Ich. Masken und Puppen im Werk Gudrun Brünes

Vielschichtig und geheimnisvoll sind die Bilder der im Havelland ansässigen Malerin Gudrun Brüne. Sie zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen der Leipziger Schule, also jenen Künstlern um die Professoren Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer und Werner Tübke, die der Leipziger Akademie und damit der Kunst der DDR zu hohem Ansehen verhalfen. Allegorien, Gleichnisse, verrätselte Bildsprache waren in einem diktatorischen System gerne genutzte Hilfsmittel der künstlerisch Tätigen, dementsprechend häufig begegnet in der Kunst der DDR auch das Motiv der Maske. Die Ausstellung beleuchtet die gesellschaftspolitischen Aspekte ebenso wie die Rolle der Künstlerin im deutschen Kunstbetrieb.