Deutsches Fastnachtmuseum

Offizielles Museum des Bundes Deutscher Karneval e.V.

Museumsgeschichte

Das Deutsche Fastnachtmuseum geht auf eine Idee von Hans Joachim Schumacher zurück. Der gebürtige Kölner, Jahrgang 1926 und Wahlfranke, ist bis heute bundesweit als Fastnachtsexperte geschätzt. Schumacher, Ehrenbürger der Stadt Kitzingen und Kulturpreisträger der Deutschen Fastnacht, verstand es, die örtliche Karnevalsgesellschaft und die Verantwortlichen des Bundes Deutscher  Karneval e.V. für diese Idee zu begeistern und die Gründung des Museums unter großem persönlichen Einsatz voranzutreiben. Als ideale Hülle für die Sammlungen empfahl sich Kitzingens schiefer Turm und Wahrzeichen, der Falterturm, der damals im Dornröschenschlaf lag.

Nach Entkernung des historischen Gebäudes durch den beispiellosen Einsatz von Mitgliedern der Kitzinger Karnevalsgesellschaft begannen die umfangreichen Sanierungsarbeiten. Im Jahr 1967 konnte das Deutsche Fastnachtsmuseum als „Offizielles Museum des Bundes Deutscher Karneval e.V.“ eröffnet werden. Träger war die Kitzinger Karnevalsgesellschaft. Um das Museum gegen die Wechselfälle des Vereinslebens abzusichern, wurden die Exponate 1981 in eine gemeinnützige Stiftung überführt.

Mit Beginn der achtziger Jahre erfolgte die Angliederung des „Zentralarchivs der Deutschen Fastnacht“, der „Europäischen Dokumentationszentrale für fastnächtliches Brauchtum“ und der Passstelle des „Bundesverbandes für karnevalistischen Tanzsport in Deutschland“. Neue Räumlichkeiten konnten durch die Übernahme des historischen Marktturms sowie den Kauf und die Sanierung eines denkmalgeschützten Hauses in der Rosenstraße gewonnen werden.

Nach nahezu fünfzig Jahren übergab Hans Joachim Schumacher die Leitung an den mit Museums- und Künstlerkreisen gut vernetzten Schweinfurter Kulturschaffenden Hans Driesel. Dieser initiierte unter anderem die ersten Veranstaltungen im historischen Gewölbekeller. Durch literarische Abende und Fastnachtsspiele erfuhr das Museum zusätzliche Belebung und Beachtung.

Als im Jahr 2010 der Falterturm aus Brandschutzgründen geschlossen werden musste, schien das Ende des Museums gekommen. Inzwischen hatte Bernhard Schlereth, Präsident des Fastnachtsverbandes Franken, vielfach engagierter Fastnachter und Kommunalpolitiker, die Leitung und Direktion des Museums übernommen. Da der Falterturm aus Denkmalschutzgründen nicht brandsicher gemacht werden konnte, initiierte Schlereth in einer beispiellosen Aktion eine völlige Neukonzeption des Museums. Durch unermüdlichen Einsatz schaffte es Bernhard Schlereth, das Gesamtprojekt mit Planung, Finanzierung, Neu- und Umbau sowie Neukonzeption der Ausstellungen ohne Überschreitung des Zeit- und Finanzrahmens abzuwickeln.

Im November 2013, rechtzeitig zum 50-jährigen Jubiläum, konnte das neue Haus eröffnet werden. Träger des Museums ist die in Verbindung mit der Neukonzeption gegründete „Stiftung Kulturzentrum Fasching, Fastnacht, Karneval“. Seit 2014 ist unter der Leitung der Volkskundlerin Daniela Sandner M.A. ein neues Museumsteam tätig.

 

Die Entscheidungsträger der neuen Bauphase

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