DEUTSCHES FASTNACHTMUSEUM

Offizielles Museum des Bundes Deutscher Karneval e.V.

Orden mit "Jeckebääntche" von 1838

Hintergrundgeschichten zu den Exponaten der Dauerausstellung im Deutschen Fastnachtmuseum Kitzingen

Orden und Ehrenzeichen: Karnevalsplakette von 1838 
Erdgeschoss, Raum 1

Eine weitere Rarität des Deutschen Fastnachtmuseums stellt die Plakette mit "Jeckebääntche" (Geckenberndchen) aus Köln dar, die 1838 zum ersten Mal verliehen wurde. Es soll nur noch vier Originale davon geben. Der Orden ist außergewöhnlich originell und einfallsreich gestaltet. Auf der Vorderseite ist das "Jeckebääntche" dargestellt, ursprünglich eine Figur aus dem Schützenwesen, die später der ältesten Kölner Traditionsgruppe, den „Heiligen Knechten und Mägden“, den Prozessionsweg freitanzte. Auf der Schulter des „Jeckebääntche" sitzt der geflügelte Gott Saturn, Hinweis auf die römischen Saturnalien, ein Fest der verkehrten Welt und somit dem Karneval, wenn auch nur weiläufig, verwandt. Die Umschrift auf der Vorderseite - „Weisheit im Narrenkleid, bringt uns die goldene Zeit“ - atmet noch den Geist der Romantik. Auf der Rückseite befindet sich die Widmung „Dem Freunde des Kölner Faschings“. Das Wort Fasching ist heute in Köln verpönt. Fasching leitet sich ab von „Vaschank“, dem letzten Ausschank des Fastentrunkes vor der Fastenzeit. Das Wort Vaschank war schon im 13. Jahrhundert gebräuchlich. 
(Text: Hans Driesel)

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