DEUTSCHES FASTNACHTMUSEUM

Offizielles Museum des Bundes Deutscher Karneval e.V.

Kostüm des Gardetanzpaares Schieler

Hintergrundgeschichten zu den Exponaten der Dauerausstellung im Deutschen Fastnachtmuseum Kitzingen

Kostüm des Gardetanzpaares Schieler
Untergeschoss des Deutschen Fastnachtmuseums

Im Untergeschoss, links vor dem Eingang zum Museumskeller, befinden sich zwei Figuren in Kostümen des Tanzpaares Ingrid und Alfred Schieler von der Karnevalsgesellschaft Rheingold, Kiel e.V. Das Ehepaar Schieler gewann von 1972 bis 1976 in Folge die Deutschen Meisterschaften im karnevalistischen Paartanz.

Der Gardetanz ist unverzichtbarer Teil des bürgerlich-romantischen Karnevals, wie er seit dem frühen 19. Jahrhundert gefeiert wird. Am Anfang stand der Korps-Tanz der Kölner Roten Funken. Der „Mariechentanz“ entstand, als ein Tanzlehrer der Roten Funken seine Tochter einige Takte vor der Gruppe tanzen ließ. Das gefiel und wurde als „Funkentanz mit Einlage“ beibehalten. Diese Darbietung wurde von Männern in Frauenkleidern ausgeführt. Aufgrund der langen Röcke waren die Tanzschritte eher gemütlich.

Als 1932 das Lied „Marieche, Marieche, wo es denn dinge Jung“ (wo ist denn dein Junge) entstand, erging der Ruf nach dem Paar-Tanz. Die Tänze der (Männer-)Tanzpaare waren sicherlich von großem Unterhaltungswert. Auf Druck der Nazis übernahmen ab Mitte der 1930er Jahre Frauen die Rolle des Mariechens. Männer in Frauenkleidern galten als „undeutsch“.
(Text: Hans Driesel)

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